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Lehrgang für junge Christen mit Migrationshintergrund: Mitreden und Mitgestalten in Österreich
26. November 2019
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Mitreden und Mitgestalten in Österreich. Was für „uns Wiener“ ganz selbstverständlich klingt, ist für Menschen mit Migrationshintergrund eine profunde Herausforderung: Oft fehlen Netzwerk, Systemwissen und rechtliches Wissen. Kurzum das, was an Gespür im „Wiener Blut“ fließt.

Diese Wissenslücken sind schade und nachteilig für unsere Stadt. Besonders – aber nicht erst – seit der Migrationswelle 2015 sind auch viele tausend Christen nach Wien gezogen, um hier ein neues Leben zu beginnen. Im Rahmen unserer Besuche der unterschiedlichen Kirchen und Gemeinden haben wir großartige, motivierte und wertvolle Menschen kennen gelernt, gläubige Christen unterschiedlicher Konfessionen, die aber eine Beobachtung einte: ihr Engagement und öffentliches Leben konzentrierte sich auf ihre Gemeinden. Und das ist schade und nachteilig für unsere Stadt.

Wien braucht, so meinen wir, engagierte und gefestigte Christen, die sich im öffentlichen Leben einsetzen, die untereinander gut vernetzt und auch fachlich geschult sind. Die ihre neue Heimat aktiv mitgestalten wollen.

Aus diesem Grund haben wir Anfang 2019 den Integrationslehrgang „Empowerment für junge Christen mit Migrationshintergrund. Mitreden und Mitgestalten in Österreich“ ins Leben gerufen.

Für die Teilnehme am Lehrgang konnten sich 16 herausragende junge Menschen qualifizieren, die hinsichtlich ihrer Herkunft (zB Iran, Syrien, Rumänien, Ghana, Polen, Ägypten etc), Ausbildung und Konfession sehr divers waren. Sie einte ihr christlicher Glaube, Wien als ihre Heimat und die Motivation zum Engagement.

An sieben Wochenenden wurden essentielle Themen von hochkarätigen Vortragenden behandelt, beginnend bei der Parteienlandschaft, über das Finanz- und Wirtschaftssystem, Verfassungsrecht, ethische Fragen, Menschenrechte, bis hin zur österreichischen Medienlandschaft. Auch das Bundeskanzleramt besuchten wir gemeinsam. Dabei war neben Wissensvermittlung der Aufbau eines Netzwerks im Fokus.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung stellten die Teilnehmer Projekte für Christen und Migranten in Wien vor. Dabei wurden schöne Ideen für unsere weitere Arbeit gesammelt.

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Wie geht es weiter? Unsere Absolventen werden aktiv in die Tätigkeiten der Plattform Christdemokratie eingebunden, manche haben sich bereits konkret für ein politisches / gesellschaftliches Engagement entschieden. Im März 2020 wird der nächste Jahrgang beginnen, Bewerbungen sind ab Februar 2020 möglich.

Unser Dank gilt allen Vortragenden, die uns ihr Wissen und ihre Freizeit zur Verfügung stellten, unseren Sponsoren (das Projekt wurde vom Außenministerium finanziert und von dem Malteserorden und ADF unterstützt) und unseren Teilnehmern, die ein Gewinn für unsere Stadt sind. Weitere Informationen finden Sie hier: https://christdemokratie.at/

Caroline Hungerländer (Abg. zum Wiener Landtag und Gemeinderat)

Jan Ledóchowski (Präsident der Plattform Christdemokratie) 

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