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Weniger Spätabtreibungen ohne eugenische Indikation
22. Februar 2019
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Entgegen mancher Behauptungen bedeutet die Abschaffung der eugenischen Indikation weniger Spätabtreibungen.

 
In einem Beitrag der Vorarlberger Nachrichten behauptet der bekannte Abtreibungsarzt Dr. Christian Fiala, dass die Zahl der Spätabbrüche in Deutschland nach der Abschaffung der eugenischen Indikation nicht gesunken sei, sondern seitdem mehr Frauen als Grund für den Spätabbruch die medizinische Indikation angeben und somit die Zahl gleich bleibe. Deswegen brauche man die eugenische Indikation nicht abschaffen.

Das stimmt jedoch nicht. Bei genauerem Hinsehen auf die Statistiken fällt auf, dass im letzten Jahr der eugenischen Indikation, 1995, 4 897 Abbrüche aufgrund der medizinischen Indikation und 668 aufgrund der eugenischen Indikation vorgenommen wurden. Im ersten Jahr nach Abschaffung der eugenischen Indikation, 1996, wurden 4 818 Abbrüche aufgrund der medizinischen Indikation und 0 aufgrund der eugenischen Indikation vorgenommen, als weit weniger als im Jahr davor. Der Trend setzt sich fort: 1997 4 526 Abbrüche, 1998 4 338 Abbrüche, usw. 2017 waren es 3 911 Abbrüche aufgrund der medizinischen Indikation und immer noch 0 aufgrund der eugenischen Indikation.

Die Abschaffung der eugenischen Indikation führt also sehr wohl dazu, dass die Zahl an Spätabbrüchen gesenkt wird. Aus diesem Grund ist auch die parlamentarische Bürgeriniative #fairändern so wichtig für Österreich.

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